Als der Fahrer uns im nassen Neoprenanzug im Hotel abgeliefert hat, schälten wir uns mit klammen Fingern aus den Anzügen und setzten uns wie Zauneidechsen zum Aufwärmen in die Sonne.
Mehr Nervenkitzel brauche ich für die nächsten Tage nicht, mein Dopaminspiegel war am überlaufen.
Jetzt erst bemerkte ich den sonderbaren Geruch der aus den Anzügen strömte. Klar, das Wasser im Canyon war abgestanden.
Trotz Sonne zitterte ich immer noch, nahm eine heiße Dusche, zog mir meine wollene Skiunterwäsche an und verdrückte mit Joachim eine riesige fette Portion Fritten und ein Chickenbiriyani. War das lecker.
Morgens um 8 fuhren wir die abenteuerliche Passstraße zum Jebel Shams 3009 m hoch. Es ging richtig steil bergauf, so ähnlich wie früher der Quattro in der Werbung die Sprungschanze hoch fuhr. Steile Steigungen, enge Serpentinen, Staub und Geröll machten das ganze sehr rutschig. Einmal zu spät geschaltet und zu wenig Tempo, prompt drehten die Räder durch und es ging rückwärts und das schwere Auto rutschte langsam Richtung Abgrund. Joachim ließ den Wagen langsam zurück rollen bis die Reifen auf dem Schotter wieder Griff hatten. Jetzt erstmal beruhigen, durchatmen und ein neuer Anlauf mit mehr Schwung.
Am liebsten hätte ich die restliche Strecke zu Fuß gemacht doch es war einfach zu weit.
Nach zwei Stunden waren wir endlich am höchsten Punkt, geschafft!!!
Wir genossen die herrliche Aussicht, machten Fotos und nahmen Abschied von der Passstraße

