Mit dem Wüstenschiff durch Muscat.
Im Oman leben 5 Millionen Omaner, die allermeisten in den Städten.
Muscat liegt an einer Felsen- und Sandküste und zieht sich viele Kilometer an der Küste entlang.
Der Sultan hatte sein Land bis in die 70er Jahre gegen die Welt abgeschottet. Das Sultanat war bis dahin ein Wüstenstaat und hatte eine mehrere tausend Jahre alte Kultur. Dann ist Oman durch seine Ölvorkommen plötzlich sehr reich geworden und die Hauptstadt Muscat ist in wenigen Jahren viel zu schnell gewachsen. Geld ist im Überfluss da und so sieht es auch aus, neureich, protzig, viel Beton und ohne Charme.
Besonders schlimm sind die riesigen Spritschleudern, wir haben kein einziges E-Auto gesehen. Die einzelnen Stadtteile sind durch autobahnähnliche Straßen verbunden, alles ist dem Autoverkehr untergeordnet.
Fußgängerzonen, gemütliche Kneipen, Einkaufsbummel – nur Fehlanzeige. Urlaubsfeeling kommt da nicht auf.
In der Hoffnung auf mehr Flair wollten wir die Altstadt am Hafen ansehen. Dazu mussten wir mit dem riesigen Nissan 4×4 durch Muscat fahren. Was wir vorfanden, war eine verkehrsreiche vierspurige Autostraße, die den Hafen von der Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen trennte.
Die Altstadt ist eigentlich schön, aber wer möchte schon ein romantisches Dinner an der Autobahn genießen, wo einem die stinkigen Autogase um die Nase wehen.
Wir hatten nur noch den Wunsch, weg aus dieser Betonwüste.
Oman 2025